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Signifikante Senkung von Sterblichkeit und kardiovaskulären
Ereignissen bei Menschen ab 80 durch blutdrucksenkende Behandlung


LONDON, March 31 2008 - Durch Blutdrucksenkung liesse sich bei alten Patienten die Gesamtmortalität um ein Fünftel und die Häufigkeit von kardiovaskulären Ereignissen um ein Drittel senken. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die heute im American College of Cardiology in Chicago vorgestellt und gleichzeitig im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde.

Bei der von Wissenschaftlern des Imperial College London koordinierten Studie mit dem Namen "Hypertension in the Very Elderly Trial" (HYVET), an der 3.845 Patienten teilnahmen, handelt es sich um die bislang grösste klinische Studie, die ausschliesslich Patienten im Alter von oder über 80 Jahren hinsichtlich der Auswirkungen einer Blutdrucksenkung untersucht hat. Die Patienten erhielten entweder ein Placebo oder das Diuretikum Indapamid SR (Slow Release) 1,5mg bei zusätzlicher Gabe des ACE-Hemmers Perindopril als Tablette einmal täglich.

Hierbei zeigte sich als Nutzen der Behandlung u.a. eine Senkung der Gesamtmortalitätsrate um 21 % (p=0,02), eine Senkung der Schlaganfall-Mortalitätsrate von 39 % (p=0,05), eine Senkung der tödlichen und nicht-tödlichen Herzinsuffizienz von 64 % (p<0,001) und eine Senkung der kardiovaskulären Ereignisse um 34 % (p<0,001). Die Nutzen zeigten sich im ersten Jahr der Nachbeobachtung.

Die Senkung der Gesamtmortalität war ein neues und unerwartetes Ergebnis. Zuvor durchgeführte Studien hatten gezeigt, dass eine Blutdrucksenkung bei Patienten jünger als achtzig Jahre die Häufigkeit von Schlaganfall und kardiovaskulären Ereignissen verringert. Andererseits hatten frühere kleinere und uneindeutige Studien Hinweise dafür ergeben, dass bei Patienten im Alter von 80 und mehr Jahren eine Blutdrucksenkung zwar die Anzahl der Schlaganfälle senkt, aber die Gesamtmortalität nicht herabsetzt bzw. vielleicht sogar noch erhöht.

Im Juli 2007 wurde die Studie aufgrund der Empfehlung einer unabhängigen, die Untersuchungsdaten überwachenden Kommission vorzeitig beendet, nachdem eine signifikante Senkung von Gesamtmortalität und Schlaganfallhäufigkeit bei den behandelten Patienten beobachtet worden war. Die endgültigen Ergebnisse der Studie zeigten eine signifikante Senkung der Schlaganfall-Mortalitätsrate , wobei allerdings das Ausmass der Senkung bei allen Schlaganfällen von 30 % nicht eindeutig statistisch signifikant war (p=0,06). Bei achtzigjährigen und älteren Patienten verlaufen über die Hälfte der Schlaganfälle tödlich, sodass die Senkung der tödlichen Schlaganfälle ein wichtiges Ergebnis der Studie ist.

Der emeritierte Professor Christopher Bulpitt, der leitende Forscher der Studie von der "Care of the Elderly Group" des Imperial College London, sagte: "Vor Durchführung dieser Studie wussten die Ärzte nicht genau, ob sehr alte Menschen mit hohem Blutdruck genauso von einer blutdrucksenkenden Behandlung profitieren wie jüngere Menschen. Unsere Ergebnisse zeigen deutlich, dass viele Patienten ab 80 Jahren von der Behandlung sehr profitieren. In der Bevölkerung gibt es immer mehr Menschen, die weit über 80 Jahre alt werden, sodass diese Ergebnisse als eine gute Nachricht betrachtet werden können. Es freut uns sehr, dass die kardiovaskulären Ereignisse sicher bei gleichzeitiger Senkung der Gesamtmortalität gesenkt werden konnten."

Die Forscher hoffen, dass die von ihnen gewonnenen Erkenntnisse die Unsicherheit von klinisch tätigen Ärzten hinsichtlich des Nutzens der Behandlung von hohem Blutdruck bei achtzigjährigen und älteren Patienten beseitigen.

Dr. Nigel Beckett, der Koordinator der Studie von der "Care of the Elderly Group" des Imperial College London fügte hinzu: "Viele sehr alte Patienten mit hohem Blutdruck werden derzeit nicht behandelt, weil die Ärzte sich nicht sicher sind, ob eine solche Behandlung den Patienten hilft. Wir hoffen, dass nach unserer Studie Ärzte motiviert sind, solche Patienten nach unserer Behandlungsvorschrift zu therapieren."

Da die Studie vorzeitig beendet wurde, wird jetzt eine Verlängerungsstudie an Patienten, die eine Behandlung mit den wirksamen Präparaten erhalten, durchgeführt, um die längerfristigen Nutzen der Behandlung zu prüfen.

Patienten mit hohem Blutdruck (hier definiert als ein systolischer Blutdruck von 160 bis 199 mmHg) aus 13 Ländern in der gesamten Welt wurden randomisiert in die doppelblinde, placebokontrollierte Studie, die 2001 begann, aufgenommen. Das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer betrug 83 Jahre und 7 Monate.

Die Patienten erhielten entweder ein Placebo oder Indapamid SR (Slow Release) zusammen mit Perindopril als Tablette einmal täglich wie erforderlich, um einen Zielblutdruck von 150/80 mmHg zu erreichen. Die durchschnittliche Zeit der Nachbeobachtung betrug knapp über zwei Jahre. Zu diesem Zeitpunkt hatten 20 % der Patienten in der Placebo-Gruppe und 48 % der Patienten, die die Medikation einnahmen, den Zielblutdruck von 150/80 mmHg erreicht. Bei den Patienten, die über einen längeren Zeitraum nachbeobachtet wurden, wurde bei vielen Patienten, die die wirksame Behandlung erhielten, der Zielblutdruck erreicht.

Die HYVET-Studie wurde von Wissenschaftlern des Imperial College London koordiniert, die mit Kollegen in aller Welt zusammenarbeiteten. Die Hauptstudie wurde von der British Heart Foundation und Servier finanziert.


Hinweise für Redakteure

Informationen zu Bluthochdruck und Schlaganfall

- Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in England und Wales. Laut Angaben des Office of National Statistics waren im Jahr 2004 11 % der Todesfälle bei den 75- bis 84-Jährigen und 14 % der Todesfälle bei den über 85-Jährigen auf einen Schlaganfall zurückzuführen.

- In Grossbritannien erleiden jedes Jahr 150.000 Menschen einen Schlaganfall, was rechnerisch einem Schlaganfall alle vier Minuten entspricht.

- Rund ein Drittel der Schlaganfallpatienten versterben in den ersten sechs Monaten nach dem Ereignis, die Mehrheit davon im ersten Monat.

- Invalidität nach einem Schlaganfall ist die wichtigste Einzelursache für ausgeprägt Invalidität bei im eigenen Haushalt lebenden Menschen.

- Man unterscheidet zwei Arten von Schlaganfall:
a. hämorrhagisch - hierbei ist die Ursache Blutaustritt aus einem Gefäss im Gehirn ins Hirngewebe.
b. ischämisch - hierbei ist die Ursache ein Blutgerinnsel, das ein Blutgefäss verlegt, sodass die Blutversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen wird mit nachfolgender Schädigung des betroffenen Hirngewebes.

Durch hohen Blutdruck wird sowohl die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blutgefäss undicht wird oder platzt, als auch, dass sich ein Blutgerinnsel in einem Gefäss bildet, erhöht. Hoher Blutdruck macht auch eine Schädigung der Auskleidung von Blutgefässen wahrscheinlicher, die wiederum zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer spontanen Gerinnselbildung im Blutgefäss führt.

- Die Gruppe der über 80-Jährigen ist weltweit die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe - in Grossbritannien macht sie derzeit 4 % der Gesamtbevölkerung aus, und man erwartet, dass ihr Anteil bis zum Jahr 2050 auf über 11 % ansteigt.

- Das Schlaganfallrisiko steigt mit zunehmendem Alter, wobei einige Schätzungen dahin gehen, dass sich das Risiko jedes Jahrzehnt nach dem 55. Lebensjahr verdoppelt.

- In Grossbritannien wird jedes Jahr rund 4 % des gesamten Budgets des National Health Service für die Versorgung von Schlaganfallpatienten ausgegeben.


Ansprechpartner für weitere Informationen:

Laura Gallagher
Senior Press Officer
Imperial College London
E-Mail: L.Gallagher@imperial.ac.uk
Telefon: +44(0)20-7594-6702 oder Durchwahl 46702

Verantwortlicher Pressesprecher ausserhalb der Bürozeiten:
+44(0)7803-886-248

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This site is published and updated by the HYVET study investigators. Site last updated 10 April 2008

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